Mit dem Volume Shadow Copy Service (dt. Schattenkopien) bietet Windows Server die Möglichkeit auf ältere Versionen von Ordnern und Dateien zuzugreifen und diese wiederherzustellen. Deshalb eignet sich das Feature besonders für Netzlaufwerke, auf denen die User hauptsächlich ihre Daten abspeichern.

 

Einsatzszenarien und Limitierungen

 

Die Schattenkopien sind kein Ersatz für Backups. Sie dienen lediglich dazu, dass die Anwender im Fall eines Datenverlustes oder einer Überschreibung ihre Daten schnell und einfach wiederherstellen können, ohne ein Administrator um Hilfe zu bitten.

VSS-basierte Schattenkopien arbeiten blockbasiert. Das heißt, nur die geänderten Blöcke verbrauchen Speicherplatz. Damit bieten sich die Schattenkopien zur Nutzung auf den Netzlaufwerken von File-Server an, da die Blockänderungen bei Dokumenten meist nicht groß sind und sich somit eine große Anzahl von Vorgängerversionen auf geringen Speicherplatz abbilden lassen.

Schattenkopien sind nicht geeignet für Szenarien in denen viele Änderungen auf Blockebene erfolgen. Dies gilt also als Beispiel genannt für Betriebssysteme, Anwendungs- und Datenbank-Server.

Die Aktivierung der Schattenkopien erfolgt immer auf Laufwerksebene.

 

Aktivierung der Schattenkopien

 

Aktiviert werden die Schattenkopien über den Windows Explorer, indem man im Kontextmenü eines Laufwerks „Schattenkopien konfigurieren“ auswählt.

Im Anschluss wählt man das Laufwerk aus, welches Schattenkopien erstellen soll, und klickt auf „Einstellungen“.

Dann setzt man für den Speicher den maximalen Wert der Schattenkopien. Wird der maximale Wert erreicht, werden die ältesten Schattenkopien automatisch entfernt. Heißt, je höher man den Wert setzt, desto mehr Schattenkopien kann man erstellen. Es werden allerdings maximal 64 Schattenkopien vorgehalten. Dieser Wert hat sich technisch etabliert und sollte somit nicht verändert werden.

Da die Schattenkopien ein Backup aber nicht ersetzen, und nur zur schnellen Wiederherstellung gelöschter Dateien dienen, sollte diese Anzahl ausreichen.

 

Zeitpläne für die Erstellung der Vorgängerversionen

 

Zeitpläne für die Erstellung einer Schattenkopie lassen sich über den Button „Zeitplan“ anpassen.

Standardmäßig ist das Erstellen einer Vorgängerversion von Montag bis Freitag um 7 Uhr morgens und 12 Uhr mittags. Dieser Zeitplan lässt sich natürlich ändern.

 

Benutzereinschränkungen konfigurieren

 

Wenn man verhindern möchte, dass Anwender ganze Ordnerstrukturen in einem File-Share wiederherstellen und dabei vorhandene Daten ersetzen, dann lässt sich dies via Gruppenrichtlinie deaktivieren.

Dadurch verhindert man das versehentliche Zurückspeichern ganzer Ordnerstrukturen, ermöglicht es den Anwendern aber dennoch, vorhandene Vorgängerversionen zu durchsuchen und selektiv einzelne Dateien oder Ordner wiederherzustellen.

Damit möglichst viele Anwender von diesem Feature profitieren, sollte eine Schulung der Benutzer bzw. die Bereitstellung eines Kurzen Leitfadens zur Umsetzung gehören.